Antrag zu Ratssitzung am 31.10.2013
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Böther,
die UWB des Stadtrates der Stadt Bleckede stellt den Antrag, folgende Resolution zum Hochwasserschutz, insbesondere zum Fließverhalten der Elbe im Zusammenhang mit der zunehmenden Verbuschung im Deichvorland, auf die Tagesordnung zur nächsten Ratssitzung zu setzen.
Begründung:
Das Elbtal war immer ein Kulturraum, in dem der Mensch und die Natur miteinander im Einklang gelebt haben. Durch intensive Grünlandnutzung in Form von Beweidung, regelmäßiges Mähen sowohl auf der rechts- und linkselbischen Seite wurden Gräser und Gehölz gleichmäßig kurz gehalten. In Verbindung mit der Eigenart der Zonengrenze, entstand an der Elbe eine äußerst vielfältige und einmalige Tier- und Pflanzenwelt.
Der Wegfall der Zonengrenze und die extensive Bewirtschaftung von Grünflächen, sowie Anpflanzungen von Bäumen als Ausgleichsmaßnahmen im Deichvorland führten zur Verbuschung (Gehölzsukzession). Die Elbtalaue verändert erheblich ihr Erscheinungsbild. Die durchgeführten Rückschnittmaßnahmen sind nicht effektiv.
Die sogenannte Verbuschung führt dazu, dass sich der Abflussquerschnitt zunehmend verkleinert und die Fließgeschwindigkeit sich erhöht. Dieses führt wiederum dazu, dass die Sedimente aus dem Flussbett herausgespült werden und es zu einer Sohleneintiefung kommt. Es bilden sich Vorlanderhöhungen im Uferbereich und im Deichvorland. Die Eisbildung wird durch die Vorlanderhöhung und den Bewuchs gefördert, große Eisflächen entstehen, dadurch steigt die Gefahr des Eisversatzes erheblich. Somit gefährdet die Verbuschung die Deichsicherheit und das Leben der Bewohner im Elbtal.
Forderung:
Durch die letzten Hochwasserereignisse hat sich die Verbuschung zunehmend sichtbar als Abflusshindernis gezeigt.
Trotz einer geringeren Abflussmenge steigen die Pegel stetig höher an.
Wir fordern daher kurzfristig einen berechenbaren, fortdauernden und effektiven Rückschnitt der Verbuschung.
Der Hochwasserschutz muss absoluten Vorrang haben.
Der Bürgermeister wird aufgefordert, diese Resolution an das zuständige Umweltministerium des Landes Niedersachsen zu übersenden.
Mit freundlichem Gruß,
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Martin Gödecke
ERGEBNIS:
In der Ratssitzung am 31.10.2013 stimmen alle Fraktionen zu, bis zur nächsten Ratssitzung einen gemeinsamen Resolutionsentwurf abzustimmen.